Naturdorf Sundern
 
Die Herkunft des Namens "Sundern" liegt zwar im dunkeln, doch man vermutet, dass "Sundern" die Bezeichnung für ein Stück Land von der Große eines Dorfes ist, das von der allgemeinen Mark ausgesondert und in privaten Besitz genommen wurde.
Ein geschlossener Ortskern hat sich in Sundern aber nie entwickelt.

Seit Jahrhunderten leben die Sunderner an der Grenze, die früher die Bistümer Osnabrück und Minden, später dann die Königreiche Hannover und Preußen trennte. Heute trennt diese Grenze in Sundern Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen.

Bis zur kommunalen Gebietsreform war Sundern selbständige Gemeinde und gehörte dem Amt Levern an. Seit 1973 ist es Teil der Gemeinde Stemwede. Am Fuße des Stemweder Berges, im südlichen Teil von Stemwede, ist Sundern in seiner rein auf Landwirtschaft ausgerichteten Struktur bis heute in seiner Streulage erhalten geblieben.

Landschaftlich besonders reizvolle Abschnitte, schöne landwirtschaftliche Hofstätten, sehenswerte alte Fachwerkgiebel und der historische Glockenturm auf dem Hügel kennzeichnen den Ort, dessen Fläche zu rund einem Sechstel aus Wald besteht, und der von der Bevölkerung Sunderns nicht umsonst als "Naturdorf" bezeichnet wird. Sicher ein lebenswertes, bestimmt aber auch ein lebendiges Dorf, dessen rund 350 Einwohner sich mit ihrem Dorf identifizieren. Denn trotz geringer Einwohnerzahl charakterisiert ein breites bürgerschaftliches Engagement den Ort. Insbesondere die Zusammenarbeit innerhalb von Nachbarschaften ist ein tragendes Element des Zusammenhaltes. Auch die Pflege und Gestaltung des Ortes ist zentrale Aufgabe im dörflichen Leben. Gemeinsam arbeiten, aber auch gemeinsam zu feiern macht die dorftypische Prägung Sunderns aus.

Als hügeliger, waldreicher Ort an der Grenze zu Niedersachsen, den Stemweder Berg vor Augen- so also präsentiert sich Sundern dem Besucher. Stattliche Hofeichen bestimmen das Landschaftsbild wie die unter Naturschutz stehenden Bäume auf dem Hof Nobbe am Schierlager Weg. Bemerkenswerte Baumbestände sind außerdem auch der Buchenwald am Tegedamm sowie die Eichenallee an der Knüve und zum Meierhof. Das Anpflanzen ortstypischer Bäume und das Anlegen von Kleinbiotopen verschiedener Art fördern den Erhalt typischer Tiere und Pflanzen, gezielte Maßnahmen wie Eulen- und Vogelnistkästen sollen die Ökologie Sunderns erhalten und verbessern und Lebensraum schaffen. So lassen sich in Sundern nicht nur Strukturreichtum, sondern auch artenreiche Lebensräume finden. Feuchte Wiesen und Biotope zeigen einen hohen Anteil an krautigen Pflanzen, wie die selten gewordene Kuckuckslichtnelke. Unbefestigte Wege, deren blütenreiche Bankette sich durch floristische Vielfältigkeit auszeichnet, bleiben in Sundern erhalten und machen in seiner vielfach noch naturbelassenen Landschaft einen reizvollen Eindruck auf seine Besucher.

Nicht umsonst also wird Sundern als "Naturdorf" bezeichnet, was den Gesamteindruck des Landschaftsbildes bestätigt.
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