Dat Gold sünnt sick!


Die Mär berichtet, dass sich im Schoße der Kluswiese (Klus = Klause) unermessliche Goldschätze verbergen, die sich von Zeit zu Zeit an die Erdoberfläche bewegten, um sich zu sonnen. So sagt der Sunderner Volksmund.
Eines Abends nun sah ein heimkehrender Arbeiter einen goldigen Glanz in der Kluswiese.
In dem Glauben, es handele sich um ein Feuer, ging er hinzu, um seine Pfeife anzuzünden.
Am nächsten Morgen fiel aus der Pfeife ein Goldstück. Das veranlasste den Arbeiter, mit zwei Freunden nach dem Gold zu graben. Es war allen bekannt, dass bei dieser Tätigkeit kein Wort gesprochen werden dürfte. Sie gruben und gruben immer tiefer - und wahrhaftig, da lag das pure Gold! Vorüberraschung konnte sich's einer nicht verkneifen und rief staunend aus:
"Kiek, dor ligg dat Gold!" Und vorbei war die ganze Herrlichkeit, das edle Metall war und blieb verschwunden bis auf den heutigen Tag.
Reden ist Silber - Schweigen ist Gold.